Eins, zwei, drei, ....viele Frettchen - oft nur für den Menschen ein Problem :-)

 

Frettchen leben am liebsten in Gruppen mit mehren Artgenossen. Trotzdem mögen sich nicht alle Frettchen von Beginn an - mache werden niemals Freunde. Trotzdem ist es wichtig von Anfang an keine Fehler zu machen, denn die meisten Probleme gehen von uns aus - nicht von den Frettchen.

Wenn ein oder mehrere neue Frettchen zu einer bestehenden Gruppe kommen, sollte einem zuvor schon bewusst sein, dass es zu Streitereien, Stinkbomben und Gerangel kommen kann. Und da muss man durch. Solange sich zwei Frettchen (möglich z.B. bei zwei unkastrierten Rüden - hier ist von einer Vergesellschaftung während der Ranz ohnehin abzuraten) nicht ernsthaft verletzen werden sie nicht wieder getrennt. Ein immer wieder zusammen setzen und probieren ist das schlechteste für die Tiere. Sie müssen ihre Konflikte austragen. Dies kann laut sein, stinken und zu Wunden führen - teilweise zu ganz offenen Nacken. Meistens ist es jedoch relativ einfach, wenn man als Mensch "schmerzfrei" an die Sache heran geht.

Die Frettchen sollten spüren, dass man die Lösung von ihnen erwartet und nicht bei Gerangel eingreift. Wer das nicht mit ansehen kann sollte die erste Stunde vllt. einfach vor die Tür gehen ;-)

Alle Frettchen sollten vor der Zusammenführung satt sein. Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass sie ebenfalls gesund sein sollten.

Am Anfang macht es Sinn mehr Futter als normal anzubieten, vllt. auch in mehreren Näpfen, damit es zu keinen Streitereien kommt, die unnötig sind. Auch mehrere Schlafplätze sind zweckmäßig. Sofern die Tiere die Möglichkeit haben sich aus dem Weg zu gehen, ist eine Vergesellschaftung oftmals problemloser, als man es sich vorstellt.

Die Zeit der Vergesellschaftung kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Solange es nur kleine Streitigkeiten, Geschrei und Stinkbomben sind muss dies ausgehalten werden. Die Frettchen dürfen in dieser Zeit ruhig verwöhnt werden, damit sie nicht vor lauter Stress abnehmen.

Achtung: Es gibt auch Frettchen, die sich absolut nicht vergesellschaften lassen. Sie greifen ihre Artgenossen dermaßen an, dass schwere Verletzungen oder sogar lebensbedrohliche Zustände zu erwarten sind - nein Macken im Nacken sind nicht lebensbedrohlich - für diesen seltenen Fall sollte die Vergesellschaftung abgebrochen werden. Es gibt ebenfalls Frettchen, die unter anderen Frettchen so leiden, dass sie abnehmen und lustlos werden. Auch hier gilt: Jedes Tier ist individuell und muss nicht zwangsmäßig neue Freunde bekommen. Manchmal ist zu akzeptieren, dass es eben nicht klappt.