Verpaarung:

Die Verpaarung von zwei Frettchen sollte gut überlegt sein. Die Verwandtschaft der Tiere sollte man ausschließen können. Beide Tiere müssen vollkommen gesund und in einem guten körperlichen Zustand sein. Die Fähe sollte mindestens ein Alter von 10 Monaten haben, ausgewachsen und kräftig sein.

Um genetische Defekte zu reduzieren empfielt es sich, keine zwei Tiere mit einem weißen Kopf miteinander zu verpaaren und außerdem Tiere, in deren Verwandschaft Krankheiten bekannt sind nicht für die Zucht einzusetzen. 

Bei der Verpaarung einer Langhaarfähe, sind stets mindestens zwei Kurzhaar oder Halblanghaarfähen mit einzudecken, da nicht davon auszugehen ist, dass die Langhaarfähe ihre Welpen selbst aufziehen kann. Langhaarfähen haben üblicherweise Probleme mit der Milchproduktion. Eine Handaufzucht ist in den meisten Fällen nicht erfolgreich und braucht erfahrne Züchter ohne das Bedürfnis zu schlafen. Die Fähen sind zwingend zeitgleich einzudecken!

 

Der Deckakt:

Wenn die Fähe vollständig in der Ranz ist, ist ihre Vulva geschwollen und feucht mit dem Sekret benetzt. Um die Vulva herum ist ebenfalls Sekret zu sehen. Sie bietet sich dann dem Rüden an.

Der Rüde packt die Fähe ruppig im Genick und verbeisst sich dort. Dann manövriert er sich in eine passende Stellung. Der Deckakt an sich dauert bis zu einer Stunde und sieht für einen Menschen sehr brutal aus. Geschreie und Stinkbomben sind normale Nebenerscheinungen.

Der Deckakt wird oftmals mehrmals wiederholt. Er löst den Eisprung bei der Fähe aus, der ungefähr einen Tag später stattfindet.

Um den Zeitpunkt der Geburt bestimmen zu können sollten die Tiere allerspätestens nach 24 Stunden getrennt werden.

Lässt die Fähe den Rüden nicht heran, so ist der Zeitpunkt noch zu früh. Dann sollten die Tiere wieder getrennt werden und ein weiterer Versuch am nächsten oder übernächsten Tag stattfinden.